Schritt 5 des Sanierungsrechners von Atrij, hier in der englischen Fassung: „Wie umfangreich ist die Sanierung?“ Kosmetisch, teilweise oder komplett – die Antwort, die den Arbeitsumfang am stärksten beeinflusst.

Bauen & Sanieren • 6 Min. Lesezeit

Vor der Unterschrift: ein Zehn-Minuten-Check mit den kostenlosen Atrij-Werkzeugen

Das Journal / Bauen & Sanieren

Erst die Arbeiten selbst schätzen, dann das Handwerkerangebot prüfen, zuletzt Materialpreise stichprobenartig vergleichen. Drei kostenlose Werkzeuge in dieser Reihenfolge, etwa zehn Minuten, und Sie haben bessere Fragen.

Der Moment vor der Unterschrift unter ein Handwerkerangebot ist der günstigste, um ein Problem zu entdecken. Sobald die Arbeit beginnt, wird jede Änderung zur Verhandlung. Trotzdem verbringen die meisten mehr Zeit mit der Auswahl der Fliesen als mit dem Dokument, das bestimmt, was sie bezahlen.

Hier ist eine kurze Routine, die in eine Kaffeepause passt. Sie nutzt die drei kostenlosen Atrij-Werkzeuge in einer bewussten Reihenfolge: zuerst den Sanierungsrechner, dann die Angebotsprüfung, zuletzt die Baustoffpreise. Keines davon verlangt ein Konto, und das Basisergebnis ist bei allen kostenlos.

Warum diese Reihenfolge?

Schauen Sie zuerst auf die Summe des Handwerkers, wird sie zu Ihrem Anker: Jede andere Zahl wird an ihr gemessen. Eine eigene grobe Schätzung vorab gibt Ihnen einen unabhängigen Bezugspunkt, bevor Sie irgendjemandes Preis gesehen haben. Danach schaut die Angebotsprüfung in das Dokument des Handwerkers und vergleicht seine Positionen mit Marktspannen. Zuletzt zeigen Ihnen einige Materialpreise, ob die größten Positionen in einem vernünftigen Rahmen liegen. Jeder Schritt beantwortet eine andere Frage.

  1. Rechner, etwa 3 Minuten: Was sollte eine Arbeit wie meine ungefähr kosten?
  2. Angebotsprüfung, ein paar Minuten: Wie schneidet dieses Angebot ab, und welche Positionen liegen am weitesten über dem Markt?
  3. Materialpreise, einige Minuten: Was kosten die wichtigsten Materialien bei den Händlern?

Minute 0–3: Ihre eigene Schätzung

Der Sanierungsrechner stellt eine Frage pro Bildschirm und zeigt, wie weit Sie sind. Laut Seite „Dauert etwa 3 Minuten“. Sie wählen, was Sie sanieren (eine Wohnung, ein Haus, eine Ferienwohnung oder eine Gewerbefläche), die Gespanschaft, die Fläche und das Alter der Immobilie. Dann kommt die wichtigste Frage: „Wie umfangreich ist die Sanierung?“ – kosmetisch, teilweise oder komplett?

Der Rest ergibt sich aus Ihren Antworten: Abbruch, Elektroinstallation, Sanitärinstallation, wie viele Badezimmer und ob sie komplett saniert werden, Böden, Fenster, Wände und Anstrich, Küche, Heizung und Klimaanlage, das Ausstattungsniveau und Extras wie Beleuchtung oder Innentüren. Die Zahl der Fragen ändert sich mit Ihren Antworten; bei einer kosmetischen Sanierung entfallen die Fragen zu den Installationen. Wo Sie es nicht wissen, bieten viele Fragen die Antwort „Weiß nicht“.

Das Ergebnis ist eine Richtspanne, keine einzelne Zahl, aufgeschlüsselt, damit Sie sehen, wohin das Geld fließt. Notieren Sie die Spanne, bevor Sie das Angebot des Handwerkers öffnen. Die Beispielseite von Atrij zeigt, wie eine solche Spanne aussieht, zusammen mit einer Reserve für Unvorhergesehenes. Unser Beitrag darüber, warum Renovierungen das Budget sprengen, erklärt, warum diese Reserve wichtig ist.

Minute 3–6: das Angebot selbst prüfen

Öffnen Sie jetzt die Angebotsprüfung. Vier Schritte: „Angebot hochladen“ (PDF, Foto oder Excel, bis 10 MB; Kroatisch ist kein Problem), die Gespanschaft wählen, die Art des Projekts wählen und einige optionale Angaben ergänzen, etwa die Wohnfläche und ob Material und MwSt. inbegriffen sind. Dann klicken Sie auf „Angebot prüfen“.

Schritt 3 von 4 der Angebotsprüfung, hier in der englischen Fassung: die Art des Projekts wählen, von Wohnungs- oder Haussanierung über Badezimmer, Küche, Fassade, Dach, Elektroinstallation und Sanitärinstallation bis Sonstiges.
Schritt 3 von 4 der Angebotsprüfung, hier in der englischen Fassung: die Art des Projekts wählen, von Wohnungs- oder Haussanierung über Badezimmer, Küche, Fassade, Dach, Elektroinstallation und Sanitärinstallation bis Sonstiges.

Das kostenlose Ergebnis gibt dem Angebot eine Bewertung und nennt bis zu drei Positionen, die am weitesten über der Marktspanne der Region liegen; alle Positionen, die Warnhinweise und die Fragen an den Handwerker gibt es in der kostenpflichtigen detaillierten Prüfung. Legen Sie es neben die Spanne aus dem Rechner. Liegt das Angebot deutlich über Ihrer Spanne, haben Sie jetzt konkrete Positionen, nach denen Sie fragen können. Liegt es deutlich darunter, seien Sie ebenso neugierig: Ein niedriges Angebot bedeutet oft, dass etwas weggelassen wurde, das später als Zusatzleistung zurückkommt.

Ein niedriges Angebot verdient dieselben Fragen wie ein hohes. Fehlende Positionen bleiben selten weg; sie kommen als Nachträge zurück.

Minute 6–10: Stichprobe bei den Materialien

Wählen Sie die zwei oder drei Positionen mit dem größten Materialanteil: Kleber und Fugenmasse für Fliesenarbeiten, Dämmplatten, Zement oder Estrich. Suchen Sie sie in den Baustoffpreisen. Das Werkzeug zeigt veröffentlichte Preise großer Baumärkte in Kroatien, jeweils mit dem Datum der letzten Prüfung und einem Link zum Händler. Die Produktnamen sind kroatisch, suchen Sie also auf Kroatisch: ljepilo za pločice für Fliesenkleber, fugir für Fugenmasse, stiropor für EPS-Platten.

Eine Suche nach „ljepilo za pločice“ (Fliesenkleber) in den Baustoffpreisen von Atrij, hier in der englischen Fassung: Produktnamen so, wie die Händler sie führen, Packungsgröße, ein „ab“-Preis und der Händler zu jedem Ergebnis.
Eine Suche nach „ljepilo za pločice“ (Fliesenkleber) in den Baustoffpreisen von Atrij, hier in der englischen Fassung: Produktnamen so, wie die Händler sie führen, Packungsgröße, ein „ab“-Preis und der Händler zu jedem Ergebnis.

Denken Sie daran, was eine Angebotsposition außer dem Material noch enthält: Arbeit, Transport, Verschnitt, Werkzeug und die Gemeinkosten des Handwerkers. Ziel ist nicht, seine Marge auf den Cent genau zu finden. Es geht darum zu sehen, ob eine Position ungefähr im Verhältnis steht, und zu bemerken, wenn ein Material so vage angegeben ist, dass Sie nicht erkennen können, was Sie bekommen.

Was Sie mit zehn Minuten Notizen anfangen

  • Schreiben Sie Ihre Fragen auf. Beginnen Sie mit den Positionen, die die Angebotsprüfung markiert hat, und mit jeder Position, bei der Sie Material oder Menge nicht finden konnten.
  • Fordern Sie fehlende Positionen schriftlich an. Ein aktualisiertes Angebot ist besser als ein mündliches „Das ist inbegriffen“.
  • Fragen Sie nach MwSt. und Material. War eines davon unklar, lassen Sie es oben im Angebot festhalten.
  • Prüfen Sie die Mengen. Die Quadratmeter für Fliesen und Anstrich sollten zu Ihrem Grundriss passen; siehe das Leistungsverzeichnis (troškovnik).
  • Vergleichen Sie Gleiches mit Gleichem. Bei mehreren Angeboten hilft So vergleichen Sie Bauangebote fair.
  • Planen Sie eine Reserve ein. Rechnen Sie mit dem Unvorhergesehenen vor der Unterschrift, nicht danach.

Was zehn Minuten nicht leisten können

Die Nutzungsbedingungen der Werkzeuge sagen es klar: Schätzungen und Prüfungen sind informativ, keine verbindlichen Angebote, kein Gutachten und kein Ersatz für einen zugelassenen Ingenieur oder Architekten. Sie wissen nichts über Feuchtigkeit in Ihren Wänden oder den Zustand Ihres Dachs. Nutzen Sie sie, um vorbereitet ins Gespräch mit dem Handwerker zu gehen, und ziehen Sie für alles Statische eine Fachperson hinzu, die die Immobilie gesehen hat.

Dieselbe Gewohnheit zahlt sich am anderen Ende der Arbeiten aus. Gehen Sie vor der Schlusszahlung die Checkliste für die Abnahme durch. Und enthält das Angebot eine Küche oder Einbauschränke als eine einzige Pauschale, lassen Sie sie separat bepreisen; unser Partneratelier fertigt Einbaumöbel nach Maß aus Multiplex und zeigt sie als Render, bevor etwas gefertigt wird.

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